Hallux valgus

Chevron MT I

Der Hallux valgus ist mit einer Prävalenz von 2-4% und einer Bevorzugung des weiblichen Geschlechts die häufigste, klinisch relevante Vorfußfehlstellung. Pathogenetisch werden extrinsische (z.B. Schuhwerk) und intrinsische Ursachen (z.B. Veranlagung, Biomechanik) diskutiert. Aufgrund der meist unbefriedigenden konservativen Therapieversuche bedarf der symptomatische Hallux valgus in der Regel einer operativen Korrektur.

Datum der Veröffentlichung: 05.03.2013 - OP-Video
weiterlesen

Scarf-Osteotomie

Der Begriff "Scarf" stammt aus dem Zimmerhandwerk und bezeichnet einen horizontalen Schnitt mit spitzwinkligen Enden, um zwei Balken miteinander zu verbinden (ähnlich dem "Gehrungsschnitt"). Die z-förmige Osteotomie wurde erstmals durch Gudas (1982) publiziert, die Bezeichnung stammt von L. S. Weil.
Z-förmige, 3D-ausgerichtete Osteotomie, hier in der Meta-/Diaphyse des Metatarsale I. Stellungskorrektur erfolgt durch Lateralverschiebung und Derotation, Ziel ist Kongruenz im MTP-I Gelenk und ausgeglichene Winkelverhältnisse (IMW/DMAA).

Datum der Veröffentlichung: 01.04.2014
OP-Video: Prof. Dr. med. Markus Walther (veröffentlicht am 14.08.2016)
weiterlesen

Crescentic Osteotomie Metatarsale I

Die basisnahe Crescentic Osteotomie gehört zu den Standardeingriffen zur Korrektur fortgeschrittener Hallux valgus Fehlstellungen. Ein distaler Weichteileingriff sollte routinemäßig mit durchgeführt werden. Die Mobilität des ersten Strahls wird auf ein normales Maß reduziert und ermöglicht wieder eine normale Lastaufnahme.

weiterlesen

Open wedge Osteotomie MT1

Die open wedge Osteotomie bietet eine zuverlässige Methode zur Korrektur des Hallux valgus mit hohem Intermetatarsalwinkel. Insbesondere bei einem kurzen Metatarsale I oder bei Doppelosteotomien, die distal zu einem leichten Längenverlust führen (z.B. Reverdin Green) bietet die open wedge Osteotomie durch die leichte Verlängerung des Metatarsale I Vorteile. Voraussetzung für gute klinische Ergebnisse ist, dass am Großzehengrundgelenk keine Arthrose oder sonstige Bewegungseinschränkung vorliegt.

Datum der Veröffentlichung: 29.11.2012
OP-Video: Prof. Dr. med. Markus Walther
weiterlesen

Lapidus Arthrodese mit plantarer Platte

Das hier dargestellte OP-Verfahren beschreibt die Osteosynthese mit einer plantar angebrachten winkelstabilen Platte. Die plantare Platte hat bei der Fusion des TMT1-Gelenks mehrere Vorteile. Dies ist einerseits die optimierte Biomechanik. Bei plantarer Plattenanlage entsteht ein Zuggurtungsmechanismus, der bei Belastung zu einer Kompression der Arthrodese führt. Weiterhin wird die Platte vollständig durch den M. abductor hallucis abgedeckt, was postoperative Wundheilungsstörungen reduziert und in den meisten Fällen eine Metallentfernung überflüssig macht.

OP-Video: Lapidus Arthrodese - Kurzer medioplantarer Zugang und plantare Platte (26.04.2017)
weiterlesen

Lapidus Arthrodese mit medialer Platte

Bei hochgradigen Hallux valgus Fehlstellung, insbesondere mit einer Pathologie des Tarsometatarsale I Gelenks ist die Lapidus-Arthrodese eines der stabilsten Verfahren. Neben der Möglichkeit auch hohe Intermetatarsale-I-II-Winkel zu korrigieren wird die mediale Säule stabilisiert. Verschiedene Osteosyntheseverfahren haben sich etabliert, wobei die mediale winkelstabile Platte eines der am häufigsten eingesetzten Techniken ist.

Datum der Veröffentlichung: 02.05.2014
weiterlesen

Akin Osteotomie

Hallux valgus Operationen gehören zu den am häufigst durchgeführten orthopädischen Eingriffen. Mit dem zunehmenden Wissen um die zugrundeliegenden pathologischen Mechanismen, kann die Anatomie der Fehlstellung präoperativ sehr genau definiert und dadurch eine präzise Planung der notwendigen Korrektur vorgenommen werden. Meistens besteht eine Fehlstellung zwischen dem ersten Metatarsalknochens und der Grundphalanx, welche häufig mit einem erhöhten Winkel zwischen Metatarsale 1 und 2 einhergeht.

Datum der Veröffentlichung: 19.11.2012 - OP-Video: Prof. Dr. med. Markus Walther 20.11.2016
weiterlesen

Proximale Verschiebeosteotomie MT I mit winkelstabilem Implantat (TOM-Platte) zur Korrektur der Hallux valgus Deformität

Die in diesem Artikel beschriebene Schaftosteotomie des Metatarsale I eignet sich speziell zur Korrektur fortgeschrittener Hallux valgus Deformitäten. Auf Grund der Osteotomie Technik ermöglicht dieses Verfahren eine mehrdimensionale Korrektur.
Hierbei kann sowohl eine Rotation, Plantarisierung oder Dorsalisierung, Verlängerung als auch Verkürzung des 1. Strahles erzielt werden. Die Osteosynthese wird mit einer winkelstabilen Platte durchgeführt.

OP-Video
weiterlesen