Neueste Veröffentlichungen

Talusfrakturen

Talusfrakturen gehören zu den seltenen Verletzungen mit einer großen Varianz in ihrer Frakturmorphologie. Sie sind für die betroffenen Patienten oft schicksalshaft, da der Talus an drei für die Fußfunktion essenziellen Gelenken beteiligt ist. Zentrale Talusfrakturen entstehen meist bei hoher Energieeinwirkung und gehen mit einem hohen Anteil an Begleitverletzungen einher. Periphere Talusfrakturen entstehen im Rahmen von Distorsionstraumata mit entsprechenden ligamentären Begleit­verletzungen, insbesondere bei subtalaren Luxationen. Sie werden nicht selten übersehen und können in diesen Fällen zu einer raschen Arthroseentwicklung vor allem im Subtalargelenk führen. Ziel der operativen Versorgung von dislozierten Frakturen des Talushalses und Taluskörpers ist eine exakte anatomische Wieder­herstellung der Gelenkkongruenz und Achsenverhältnisse zur Minimierung des Arthroserisikos und Vermeidung posttraumatischer Fehlstellungen sowie die Adressierung von begleitenden Instabilitäten. Bleibende Probleme nach Talusfrakturen sind neben der posttraumatischen Arthrose, die Osteonekrose mit Kollaps, die Arthrofibrose und der Infekt – vorwiegend nach offenen Frakturen.

Datum der Veröffentlichung: 19.01.2020
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Gelenkerhaltende Therapie der Arthrose des Großzehengrundgelenks mit dem CARTIVA®-Oberflächenersatz

Die Arthrose des Großzehengrundgelenks ist ein nach wie vor nicht zufriedenstellend gelöstes Problem. Im fortgeschrittenen Stadium gilt die Arthrodese als „Goldstandard“. Trotz der in der Literatur überwiegend guten Ergebnisses ist die Gelenkversteifung bei Patienten, insbesondere Patientinnen unbeliebt. Metallimplantate konnten aufgrund hoher Versagensraten bisher die in sie gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen. Mit dem CARTIVA® Gleitflächenersatz steht erstmals ein Produkt zur Verfügung, mit welchem auch bei fortgeschrittener Arthrose ein gelenkerhaltendes Vorgehen möglich ist. Dabei wird ausreichend Knochensubstanz erhalten, so dass ein Rückzug zur Arthrodese im Falle eines Fehlschlags nicht verbaut wird. Der folgende Artikel beschäftigt sich mit der Indikation, der Operationstechnik, sowie den Grenzen des noch relativ jungen Verfahrens.

Datum der Veröffentlichung: 11.10.2019
OP-Video: Prof. Dr. med. Markus Walther
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Orthopädische Diagnostik beim diabetischen Fußsyndrom

Eine eingehende orthopädische Untersuchung ist essenzieller Bestandteil einer multidisziplinären Befunderhebung beim diabetischen Fußsyndrom. Hierbei stehen insbesondere der Zustand der Haut, die Durchblutung sowie das Ausmaß einer Neuropathie im Fokus. Diese Befunde setzen meist den Rahmen, innerhalb welcher mögliche Fehlstellungen von Rückfuß und Zehen therapiert werden können.

Datum der Veröffentlichung: 04.08.2019
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Periimplantäre Infektionen in der Fuß- und Sprunggelenkschirurgie

Eine der gefürchtetsten Komplikationen stellt die Infektion nach Eingriffen an Fuß und Sprunggelenk dar. Durch die komplexe Anatomie des Fußes mit einer gleichzeitig sehr engen Nachbarschaft von anatomisch wichtigen Strukturen führen aggressive chirurgische Maßnahmen schnell zu erheblichen Funktionsverlusten. In der Literatur wird an Fuß und Sprunggelenk ein Infektionsrisiko von 4,5% (ohne patientenassoziierte Risikofaktoren) bis zu 10% (bei Vorhandensein von Risikofaktoren, z.B. Diabetes mellitus) beschrieben. Inhalt des Artikels sind Diagnostik, sowie die verschiedenen konservativen und operativen Therapiestrategien, insbesondere bei liegenden Metallimplantaten.

Datum der Veröffentlichung: 22.07.2019
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Arthroskopischer Transfer des Flexor hallucis longus zur Augmentation und zum Ersatz der Achillessehne

Bei therapierefraktären Tendopathien der Achillessehne, als auch bei insuffizient ausgeheilten Achillessehnenrupturen oder Rerupturen hat sich der Transfer der Flexor hallucis longus-Sehne (FHL-Sehne) als Verfahren zum Ersatz oder als Augmentation der Achillessehne bewährt. Bei einer unzureichenden Qualität des Sehnengewebes und großen Defektstrecken, bei denen weder eine direkte Sehnennaht noch eine Umkippplastik oder eine V-Y-Plastik möglich sind, bietet der FHL-Sehnentransfer eine gute Möglichkeit zur Defektüberbrückung. Bei kritischen Weichteilverhältnissen kann die FHL-Sehne arthroskopisch gehoben und über mit einer Interferenzschraube im Kalkaneus fixiert werden. Der folgende Artikel beschreibt das operative Vorgehen des arthroskopischen Transfers der FHL-Sehne.

Datum der Veröffentlichung: 26.05.2019
OP-Videos: Dr. med. Mellany Galla
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