Neueste Veröffentlichungen

Arthroskopischer Transfer des Flexor hallucis longus zur Augmentation und zum Ersatz der Achillessehne

Bei therapierefraktären Tendopathien der Achillessehne, als auch bei insuffizient ausgeheilten Achillessehnenrupturen oder Rerupturen hat sich der Transfer der Flexor hallucis longus-Sehne (FHL-Sehne) als Verfahren zum Ersatz oder als Augmentation der Achillessehne bewährt. Bei einer unzureichenden Qualität des Sehnengewebes und großen Defektstrecken, bei denen weder eine direkte Sehnennaht noch eine Umkippplastik oder eine V-Y-Plastik möglich sind, bietet der FHL-Sehnentransfer eine gute Möglichkeit zur Defektüberbrückung. Bei kritischen Weichteilverhältnissen kann die FHL-Sehne arthroskopisch gehoben und über mit einer Interferenzschraube im Kalkaneus fixiert werden. Der folgende Artikel beschreibt das operative Vorgehen des arthroskopischen Transfers der FHL-Sehne.

Datum der Veröffentlichung: 26.05.2019
OP-Videos: Dr. med. Mellany Galla
weiterlesen

Prinzipien der Minimalinvasiven Fußchirurgie

In den 80er Jahren entwickelte sich ein wahrer Hype um die minimalinvasive Fußchirurgie – was zu einer sehr undifferenzierten Verbreitung dieser Techniken geführt hat. Das Prinzip war ein kleiner Zugang – was im Fuß gemacht wurde war undifferenziert und wenig präzise. Die Komplikationsraten stiegen rasant an, wodurch es in der Folge zu großer Ablehnung und Skepsis dieser Technik in den USA kam. Den ersten großen Durchbruch erreichte Steven Isham in dem er die Technik der minimalinvasiven Vorfußchirurgie auf anatomische und pathophysiologische Grundlagen. Durch die Standardisierung der Operation und der Nachbehandlung wurden die minimalinvasiven Techniken plötzlich reproduzierbar und brachten sehr gute Ergebnisse. Durch Prof. Mariano de Prado aus Spanien gelangte die minimalinvasive Fußchirurgie nach Europa. Unterstützt wurden die Arbeiten durch Pau Golano (Anatom an der Universität von Barcelona, Spanien), der viel Grundlagenforschung zu minimalinvasiven Zugängen und Techniken leistete.  Der folgende Artikel fasst die Prinzipien der minimalinvasiven Fußchirurgie zusammen und ist insbesondere auch für alle diejenigen interessant, die an der weiteren Entwicklung des Verfahrens mitarbeiten und neue Anwendungsbereiche suchen.

Datum der Veröffentlichung: 30.04.2019
weiterlesen

Lapidusarthrodese und lateralisierende distale minimalinvasive Metatarsale­osteotomie (DMMO) in der Behandlung eines Hallux valgus bei Pes adductus

Die TMT-1 Arthrodese ist eine effiziente operative Behandlungsmethode eines mittelschweren und schweren Hallux valgus insbesondere bei Instabilität des TMT-1-Gelenkes und Metatarsalgie. Wundheilungsstörungen sowie eine hohe Pseud­arthroserate werden allerdings immer noch als problematisch erachtet. Trotz des hohen Korrekturpotentials stößt die Lapidusarthrodese bei gleichzeitigem Vorliegen eines Pes adductus an ihre Grenzen. Komplexe simultane distale Weichteileingriffe oder ggf. notwendige Korrekturen der Ausrichtung der Ossa metatarsalia verursachen zusätzliches Weichteiltrauma und erhöhen das Risiko postoperativer Komplikationen. Der von Sharma vorgestellte Algorithmus wurde von uns modifiziert und für die Anwendung minimalinvasiver Technik angepasst. Die lateralisierende DMMO (Distale Minimalinvasive Metatarsale Osteotomie) ist technisch einfach und schnell durchführbar. Sie ermöglicht eine effiziente Korrektur des Vorfußalignements bei minimalem Weichteiltrauma. Des Weiteren berichten Patienten über geringe postoperative Schmerzen und eine hohe kosmetische Zufriedenheit.

Datum der Veröffentlichung: 20.01.2019
weiterlesen

Klinische Untersuchung des Fußes I - Anamnese, Statik und grundlegende Funktionstests

Anamnese und klinische Untersuchung sind die Basis jeglicher Behandlung von Erkrankungen und Verletzungen des Fußes. Häufig kann die Diagnose vor einer sich eventuell anschließenden Bildgebung gestellt werden, zumindest lassen sich die möglichen Differenzialdiagnosen stark einschränken. Auch erlauben die Informationen, die durch Anamnese und Untersuchung erhalten werden eine wesentlich gezieltere Durchsicht der Bildgebung. Vorteilhaft ist eine strukturierte klinische Untersuchung des gesamten Fußes unter Beachtung von Form und Funktion. Dabei ist der Fuß als Stand- und Fortbewegungsorgan im Zusammenspiel sämtlicher muskuloskelettalen Elemente des Bewegungsapparates, insbesondere aber der unteren Extremitäten zu betrachten.

Datum der Veröffentlichung: 19.12.2018
weiterlesen

Klinische Untersuchung des Fußes II - Spezifische Tests

Spezifische Tests helfen Pathologien einzugrenzen und sind die Basis für weitere technische Untersuchungen wie Bildgebung oder Druckverteilungsmessung. Spezifische Tests werden auf der Basis der Anamnese und einer ersten orientierenden Untersuchung eingesetzt und erlauben häufig schon das zu Grunde liegende Problem sehr präzise zu beschreiben. Der folgende Artikel bietet einen Überblick über die wichtigsten Tests und ihre Aussagekraft.

Datum der Veröffentlichung: 19.12.2018
weiterlesen