Vorfuß

Die distale metaphysäre Korrekturosteotomie nach Weil

Die Weil-Osteotomie der zentralen Metatarsale-Köpfchen ist ein bewährtes operatives Verfahren zur Therapie der konservativ ausbehandelten Transfermetatarsalgie des Vorfusses durch Druckentlastung. Dieses Operationsverfahren, entwickelt von Lowell Weil sen., dient außerdem als entlastende und korrigierende Osteotomie bei klinisch relevanten Kleinzehen-Deformitäten wie Krallen-, Klauen oder Hammerzehe.
Eine isolierte Transfermetatarsalgie findet sich eher selten, meist ist sie in Kombination mit der Insuffizienz des 1. Strahls anzutreffen, z.B bei hypermobilem 1. Strahl mit Hallux valgus, oder auch nach Resektionsarthroplastiken wie z.B. Keller-Brandes oder Hueter Mayo.

Datum der Veröffentlichung: 18.03.2015
OP-Videos: Dr. med. Markus Preis
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Lapidus Arthrodese mit medialer Platte

Bei hochgradigen Hallux valgus Fehlstellung, insbesondere mit einer Pathologie des Tarsometatarsale I Gelenks ist die Lapidus-Arthrodese eines der stabilsten Verfahren. Neben der Möglichkeit auch hohe Intermetatarsale-I-II-Winkel zu korrigieren wird die mediale Säule stabilisiert. Verschiedene Osteosyntheseverfahren haben sich etabliert, wobei die mediale winkelstabile Platte eines der am häufigsten eingesetzten Techniken ist.

Datum der Veröffentlichung: 02.05.2014
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Scarf-Osteotomie

Der Begriff "Scarf" stammt aus dem Zimmerhandwerk und bezeichnet einen horizontalen Schnitt mit spitzwinkligen Enden, um zwei Balken miteinander zu verbinden (ähnlich dem "Gehrungsschnitt"). Die z-förmige Osteotomie wurde erstmals durch Gudas (1982) publiziert, die Bezeichnung stammt von L. S. Weil.
Z-förmige, 3D-ausgerichtete Osteotomie, hier in der Meta-/Diaphyse des Metatarsale I. Stellungskorrektur erfolgt durch Lateralverschiebung und Derotation, Ziel ist Kongruenz im MTP-I Gelenk und ausgeglichene Winkelverhältnisse (IMW/DMAA).

Datum der Veröffentlichung: 01.04.2014
OP-Video: Prof. Dr. med. Markus Walther (veröffentlicht am 14.08.2016)
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Keller-Brandes bei Arthrose im Großzehengrundgelenk

Die Operation nach Keller-Brandes bietet erlaubt bei fortgeschrittener Arthrose am Großzehengrundgelenk die Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit im Gelenk zu erhalten. Bei dieser Indikation besitzt der Eingriff auch heute noch unverändert seine Berechtigung und führt zu guten Ergebnissen. Wesentlich für den operativen Erfolg ist die korrekte Indikationsstellung, Operationstechnik und Nachbehandlung, die im Folgenden dargestellt werden.

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Verlängerung von Metatarsalia durch Kallusdistraktion

Die Kallusdistraktion hat sich neben der Verlängerungsosteotomie und Knochenspaninterposition zu einem etablierten Verfahren zur Verlängerung von Metatarsalia/Metacarpalia bei longitudinalen Reduktionsdefekten, die posttraumatisch oder postoperativ entstehen können, meist jedoch zu den angeborenen Fußfehlbildungen zählen, durchgesetzt.

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Cheilektomie

Beim Hallux rigidus handelt es sich um eine Arthrose des 1. Metatarsophalangealgelenkes, die in unterschiedliche Stadien eingeteilt wird. Während im Anfangsstadium die konservative Therapie mit physikalischer und manueller Therapie sowie Einlagenversorgung im Vordergrund steht, ist im späten Stadium bei zunehmendem Leidensdruck des Patienten eine Operation oft unumgänglich. Hier stehen verschiedene Operationsverfahren wie Cheilektomie, Resektionsarthroplastik, Arthrodese und Endoprothese zur Verfügung.

OP-Video: Dr. med. Stefanie Kriegelstein, Prof. Dr. med. Markus Walther
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Der Transfer der langen Beugesehnen des M. flexor digitorum longus von plantar nach dorsal nach Girdlestone–Taylor

Folgt man der klassischen Definition, so liegt bei einer Hammerzehe eine Überstreckung im Zehengrundgelenk vor, das Mittelgelenk hingegen ist plantarwärts gebeugt, während das Endglied in Mittelstellung oder leichter Dorsalflexion steht. Immer weist die Zehenkuppe noch Kontakt mit dem Boden auf.

Datum der Veröffentlichung: 26.04.2013
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Chevron MT I

Der Hallux valgus ist mit einer Prävalenz von 2-4% und einer Bevorzugung des weiblichen Geschlechts die häufigste, klinisch relevante Vorfußfehlstellung. Pathogenetisch werden extrinsische (z.B. Schuhwerk) und intrinsische Ursachen (z.B. Veranlagung, Biomechanik) diskutiert. Aufgrund der meist unbefriedigenden konservativen Therapieversuche bedarf der symptomatische Hallux valgus in der Regel einer operativen Korrektur.

Datum der Veröffentlichung: 05.03.2013 - OP-Video
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Proximale Verschiebeosteotomie MT I mit winkelstabilem Implantat (TOM-Platte) zur Korrektur der Hallux valgus Deformität

Die in diesem Artikel beschriebene Schaftosteotomie des Metatarsale I eignet sich speziell zur Korrektur fortgeschrittener Hallux valgus Deformitäten. Auf Grund der Osteotomie Technik ermöglicht dieses Verfahren eine mehrdimensionale Korrektur.
Hierbei kann sowohl eine Rotation, Plantarisierung oder Dorsalisierung, Verlängerung als auch Verkürzung des 1. Strahles erzielt werden. Die Osteosynthese wird mit einer winkelstabilen Platte durchgeführt.

OP-Video
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Das Morton Neurom: Operative Therapie über den dorsalen Zugang

Das Morton Neurom besteht aus einer Verdickung des Intermetatarsalen Plantarnervenastes auf Höhe oder unmittelbar distal der Aufteilung des Plantarnerven in die beiden digitalen Endäste. Die Verdickung entsteht durch mechanische Kompression des Nerven, typischer Weise im Interspatium III/IV, seltener im Interspatium II/III. Die Prävalenz des Neuroms findet sich gehäuft beim weiblichen Geschlecht. Das Neurom zeigt eine typische perineurale Fibrose, deshalb ist die Veränderung des betroffenen Nervenastes nur im Anfangsstadium durch Druckentlastung reversibel.

OP-Video
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Crescentic Osteotomie Metatarsale I

Die basisnahe Crescentic Osteotomie gehört zu den Standardeingriffen zur Korrektur fortgeschrittener Hallux valgus Fehlstellungen. Ein distaler Weichteileingriff sollte routinemäßig mit durchgeführt werden. Die Mobilität des ersten Strahls wird auf ein normales Maß reduziert und ermöglicht wieder eine normale Lastaufnahme.

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Proximaler Chevron MT 1

Die OP Methode hat sich als Standardeingriff bei größeren Hallux valgus Fehlstellungen etabliert. Der Intermetatarsale Winkel kann sehr gut korrigiert werden. Der Erste Strahl wird stabilisiert und kann wieder Last aufnehmen.

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Arthrodese Großzehengrundgelenk

Da alle gelenkerhaltenden Operationsverfahren beim Hallux rigidus allenfalls zu einer Verzögerung des Krankheitsverlaufes führen und zuverlässige Resultate der MTP-I-Endoprothetik bis dato nicht nachgewiesen werden konnten, ist die Arthrodese des Großzehengrundgelenkes im fortgeschrittenen Stadium des Hallux rigidus (Grad 2 und 3 nach Regnauld) nach wie vor der Goldstandard.

Datum der Veröffentlichung: 01.11.2012
OP-Video Arthrodese mit winkelstabiler Platte: Prof. Dr. med. Markus Walther (19.04.2017)
OP-Video Arthrodese Großzehengrundgelenk mit gekreuzten Kompressionsschrauben:
Prof. Dr. med. Markus Walther (26.08.2016)
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Lapidus Arthrodese mit plantarer Platte

Das hier dargestellte OP-Verfahren beschreibt die Osteosynthese mit einer plantar angebrachten winkelstabilen Platte. Die plantare Platte hat bei der Fusion des TMT1-Gelenks mehrere Vorteile. Dies ist einerseits die optimierte Biomechanik. Bei plantarer Plattenanlage entsteht ein Zuggurtungsmechanismus, der bei Belastung zu einer Kompression der Arthrodese führt. Weiterhin wird die Platte vollständig durch den M. abductor hallucis abgedeckt, was postoperative Wundheilungsstörungen reduziert und in den meisten Fällen eine Metallentfernung überflüssig macht.

OP-Video: Lapidus Arthrodese - Kurzer medioplantarer Zugang und plantare Platte (26.04.2017)
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Akin Osteotomie

Hallux valgus Operationen gehören zu den am häufigst durchgeführten orthopädischen Eingriffen. Mit dem zunehmenden Wissen um die zugrundeliegenden pathologischen Mechanismen, kann die Anatomie der Fehlstellung präoperativ sehr genau definiert und dadurch eine präzise Planung der notwendigen Korrektur vorgenommen werden. Meistens besteht eine Fehlstellung zwischen dem ersten Metatarsalknochens und der Grundphalanx, welche häufig mit einem erhöhten Winkel zwischen Metatarsale 1 und 2 einhergeht.

Datum der Veröffentlichung: 19.11.2012 - OP-Video: Prof. Dr. med. Markus Walther 20.11.2016
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Open wedge Osteotomie MT1

Die open wedge Osteotomie bietet eine zuverlässige Methode zur Korrektur des Hallux valgus mit hohem Intermetatarsalwinkel. Insbesondere bei einem kurzen Metatarsale I oder bei Doppelosteotomien, die distal zu einem leichten Längenverlust führen (z.B. Reverdin Green) bietet die open wedge Osteotomie durch die leichte Verlängerung des Metatarsale I Vorteile. Voraussetzung für gute klinische Ergebnisse ist, dass am Großzehengrundgelenk keine Arthrose oder sonstige Bewegungseinschränkung vorliegt.

Datum der Veröffentlichung: 29.11.2012
OP-Video: Prof. Dr. med. Markus Walther
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